Hryuran
Hryuran ist der freie Geist der Raserei.
Eigenschaften
Raserei und Jähzorn sind Begriffe, die entweder mit den Dunklen Fünf oder Hryuran, dem freien Geist der Besessenheit, in Verbindung gebracht werden. Zwar hilft diese Wut im Kampf selbst übermächtige Feinde das Fürchten zu lehren, doch ist es nicht selten, dass sich die Sieger – noch immer vom Kampfrausch beseelt – bei der Aufteilung der Beute gegenseitig den Schädel einschlagen. Barbaren des Nordens bringen ihm oftmals Blutopfer dar, um für die Ekstase zu danken, in welche er sie im Kampfe versetzt. Doch hat er ob seiner großen Gefahren nur wenige Anhänger.
Statue
Im Tempel zu Yaramer ist Hryuran eine Statue geweiht:
Die Statue rechterhand des Eingangs zum Tempel ist eine von jenen, in denen sich nicht offenkundig zwei Bedeutungen verbergen. Doch versteckt sich auch hier ein Gegensatz. Ein Barbar, der sich die Zeichen Hryurans auf die Oberarme tätowiert hat, schwingt einen Morgenstern hoch über dem Kopf. Wild gefletschte Zähne würde man erwarten, ein wutverzerrtes Gesicht vielleicht. Doch ist sein Antlitz gleichgültig, als würde ihn gar nicht berühren, was vor ihm liegt. Vielleicht ist auch das der Grund für die furchtlose Art der Hryuransgläubigen, die sich ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit ins Getümmel stürzen.
Anbeter Hryurans findet man selten im Lande. Im Süden gibt es fast keine Schreine, da Sarmakand hier beliebter ist. Nur in den äußersten Provinzen des Nordlandes hat er eine echte Anhängerschaft. Doch allerorten kennt man seinen Namen, denn man sagt, dass die überall raubenden und plündernden Barbarenhorden zu ihm beten, bevor sie zum Kriegszug aufbrechen. Und wo sie das Blut wehrloser Reisender vergießen oder ihre Mordlust ganze Dörfer auslöscht, dort ist der Geist der Raserei und Kampfeslust nicht weit.
Dabei steht er zwischen Metarian, dem lichten Gott des Krieges, und Visqe, der dunklen Schlachtenmutter. Während Metarian Gewalt als letztes Mittel sieht, teilt er doch seine Vorstellung von Tapferkeit und Furchtlosigkeit mit Hryuran. Und Visqe hat zwar für den ehrenvollen Kampf wenig übrig, doch Wildheit im Gefecht und blutgetränkte Schlachtfelder gereichen auch ihr zur Freude. So verwundert es, woher Hryuran seinen schlechten Ruf hat - beschreitet er doch lediglich den Mittelweg zwischen zwei Göttern, die für ihre beiden Extreme gepriesen und verehrt werden.
Feiertage
Im Laufe eines Jahres werden Hryuran zwei Feiertage gewidmet:
- Hryurans Bändigung am 20. Jedwin
- Hryurans Blut am 13. Oiletwei