Korrons: Unterschied zwischen den Versionen
Zeile 5: | Zeile 5: | ||
== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||
− | Sowohl der [[Dagrun|gemeinsprachliche]] Name ''Regenfall'' als auch das altsprachliche ''Launing'' passen vorzüglich zum Korrons. | + | Sowohl der [[Dagrun|gemeinsprachliche]] Name ''Regenfall'' als auch das altsprachliche ''Launing'' passen vorzüglich zum Korrons. |
+ | Eigentlich hatte der [[Dervon]] König Winter bereits niedergerungen, doch der Flüchtende bäumt sich ein letztes Mal auf und trotzt mit düsteren Wolken, die meist jedoch mehr Regen als Schnee bringen. | ||
+ | Der Frühling behält klar die Oberhand. | ||
+ | Sieht man von den kälteren Regionen und den Gebirgen ab, dann wird allerorts eifrig gepflügt und gesät. | ||
+ | Jedoch obliegt es der jahrelangen Erfahrung der Bauern, wie nahe sie sich an Auen und Flüsse heranwagen. | ||
+ | Manches beschauliche Bächlein schwillt binnen Stunden auf fünf- oder zehnfache Größe an, überschwemmt ganze Flusstäler und reißt die fruchtbarste, mühsam gelockerte Humusschicht mit sich. | ||
+ | Auch Reisende tun gut daran, Brücken und Furten zu prüfen, bevor sie sich an der Überquerung versuchen. | ||
− | Das Regenfest des [[Umandia|Wassergeistes]] | + | Das Regenfest des [[Umandia|Wassergeistes]] hat seinen Ursprung in den warmen, trockenen Landstrichen des Reiches. |
+ | Während im Herzland Wasser generell und über die Ufer tretende Flüsse im Besonderen mit Skepsis gesehen werden, garantieren allda die frühjährlichen Überschwemmungen das Überleben. | ||
+ | Mittels ausgeklügelter Kanäle und Dämme wird das Wasser auf die Felder geleitet und aufgestaut, bis sich der Schlamm absetzt, auf dem Bohnen, Linsen, Hirse und Weizen gedeihen. | ||
+ | Größere Städte säubern das Flusswasser zuerst mit Filtern aus Schilf, Reisig und Sand, bevor es in riesigen unterirdischen Zisternen speichern. | ||
+ | Dort dient es als Trinkwasser für Mensch und Vieh, zur Bewässerung von Obstplantagen und Gärten, die in jenen Gegenden freilich ein unerhörter Luxus sind. | ||
+ | Die Zisternen selbst sind häufig Relikte der Vergangenheit. | ||
+ | Ihre Baumeister und deren Völker sind längst dem Vergessen anheim gefallen, doch ihre Bauwerke legen Zeugnis ab von der Kunstfertigkeit der Baumeister alter Tage und sind für die heutige Bevölkerung von unschätzbarem Wert. | ||
− | Aus unbekannten Gründen wird [[Sylaphar]]s Wildsaat auch der ''Kuckuckstag'' genannt. | + | Aus unbekannten Gründen wird [[Sylaphar]]s Wildsaat auch der ''Kuckuckstag'' genannt. |
− | + | Wer an diesem Tag den markanten Ruf jenes Vogels hört, dem soll für zwei Wochen Glück beschieden sein. | |
− | + | Auch andere Vögel machen lautstark auf sich aufmerksam, das Klappern der kürzlich zurückgekehrten Störche ist kaum zu überhören. | |
+ | Junge Frauen, die sich das erste eigene Kind wünschen, locken Meister Adebar mit Süßigkeiten an ihr Fensterbrett. | ||
+ | Steckt er den Kopf zum geöffneten Fenster herein, dann steht dem baligen Familienglück nichts mehr im Wege. | ||
Am letzten Tag des Regenfalls findet ein regionaler Brauch in den östlichen Provinzen, der es weder in die Festtage des [[Lichte Fünf|Lichten]], noch des [[Dunkle Fünf|Dunklen Glaubens]] geschafft hat. Die Rede ist von der Walpurgisnacht, zu der sich Hexen auf einem Tanzplatz treffen sollen, um düstere Rituale zu pflegen. Fest steht nur, dass in der Nacht zum [[Oiletwei]] nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Meist beschränkt sich der Spuk darauf, dass laut gefeiert, getrunken und bis zum Sonnenaufgang um die Häuser gezogen wird. Manche Nachtschwärmen treiben allerlei Schindluder mit fremden Besitztum, was von der Stadtwache jedoch streng geahndet wird. | Am letzten Tag des Regenfalls findet ein regionaler Brauch in den östlichen Provinzen, der es weder in die Festtage des [[Lichte Fünf|Lichten]], noch des [[Dunkle Fünf|Dunklen Glaubens]] geschafft hat. Die Rede ist von der Walpurgisnacht, zu der sich Hexen auf einem Tanzplatz treffen sollen, um düstere Rituale zu pflegen. Fest steht nur, dass in der Nacht zum [[Oiletwei]] nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Meist beschränkt sich der Spuk darauf, dass laut gefeiert, getrunken und bis zum Sonnenaufgang um die Häuser gezogen wird. Manche Nachtschwärmen treiben allerlei Schindluder mit fremden Besitztum, was von der Stadtwache jedoch streng geahndet wird. |
Version vom 30. Januar 2021, 20:54 Uhr
Korrons ist der vierte Monat des Jahres.
Beschreibung
Sowohl der gemeinsprachliche Name Regenfall als auch das altsprachliche Launing passen vorzüglich zum Korrons. Eigentlich hatte der Dervon König Winter bereits niedergerungen, doch der Flüchtende bäumt sich ein letztes Mal auf und trotzt mit düsteren Wolken, die meist jedoch mehr Regen als Schnee bringen. Der Frühling behält klar die Oberhand. Sieht man von den kälteren Regionen und den Gebirgen ab, dann wird allerorts eifrig gepflügt und gesät. Jedoch obliegt es der jahrelangen Erfahrung der Bauern, wie nahe sie sich an Auen und Flüsse heranwagen. Manches beschauliche Bächlein schwillt binnen Stunden auf fünf- oder zehnfache Größe an, überschwemmt ganze Flusstäler und reißt die fruchtbarste, mühsam gelockerte Humusschicht mit sich. Auch Reisende tun gut daran, Brücken und Furten zu prüfen, bevor sie sich an der Überquerung versuchen.
Das Regenfest des Wassergeistes hat seinen Ursprung in den warmen, trockenen Landstrichen des Reiches. Während im Herzland Wasser generell und über die Ufer tretende Flüsse im Besonderen mit Skepsis gesehen werden, garantieren allda die frühjährlichen Überschwemmungen das Überleben. Mittels ausgeklügelter Kanäle und Dämme wird das Wasser auf die Felder geleitet und aufgestaut, bis sich der Schlamm absetzt, auf dem Bohnen, Linsen, Hirse und Weizen gedeihen. Größere Städte säubern das Flusswasser zuerst mit Filtern aus Schilf, Reisig und Sand, bevor es in riesigen unterirdischen Zisternen speichern. Dort dient es als Trinkwasser für Mensch und Vieh, zur Bewässerung von Obstplantagen und Gärten, die in jenen Gegenden freilich ein unerhörter Luxus sind. Die Zisternen selbst sind häufig Relikte der Vergangenheit. Ihre Baumeister und deren Völker sind längst dem Vergessen anheim gefallen, doch ihre Bauwerke legen Zeugnis ab von der Kunstfertigkeit der Baumeister alter Tage und sind für die heutige Bevölkerung von unschätzbarem Wert.
Aus unbekannten Gründen wird Sylaphars Wildsaat auch der Kuckuckstag genannt. Wer an diesem Tag den markanten Ruf jenes Vogels hört, dem soll für zwei Wochen Glück beschieden sein. Auch andere Vögel machen lautstark auf sich aufmerksam, das Klappern der kürzlich zurückgekehrten Störche ist kaum zu überhören. Junge Frauen, die sich das erste eigene Kind wünschen, locken Meister Adebar mit Süßigkeiten an ihr Fensterbrett. Steckt er den Kopf zum geöffneten Fenster herein, dann steht dem baligen Familienglück nichts mehr im Wege.
Am letzten Tag des Regenfalls findet ein regionaler Brauch in den östlichen Provinzen, der es weder in die Festtage des Lichten, noch des Dunklen Glaubens geschafft hat. Die Rede ist von der Walpurgisnacht, zu der sich Hexen auf einem Tanzplatz treffen sollen, um düstere Rituale zu pflegen. Fest steht nur, dass in der Nacht zum Oiletwei nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Meist beschränkt sich der Spuk darauf, dass laut gefeiert, getrunken und bis zum Sonnenaufgang um die Häuser gezogen wird. Manche Nachtschwärmen treiben allerlei Schindluder mit fremden Besitztum, was von der Stadtwache jedoch streng geahndet wird.
Feiertage
- Umandias Regenfest am 8. Korrons
- Sylaphars Wildsaat am 15. Korrons