Korrons: Unterschied zwischen den Versionen

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Der launische Regenfall sorgt für ein letztes Aufbäumen des Winters in den nördlichen Regionen und den Hochgebirgen. Rund um die Hauptstadt bringt er dem Land abwechselnd Überschwemmungen und Dürreperioden, die den verwegenen Bauern, welche jetzt schon gesät haben, oftmals den Ertrag eines ganzen Jahres zunichte machen. Im feuchten Süden dagegen wächst die Ernte umso schneller.
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Sowohl der [[Dagrun|gemeinsprachliche]] Name ''Regenfall'' als auch das altsprachliche ''Launing'' passen vorzüglich zum Korrons.  Ein letztes Mal bäumt sich der König Winter auf, trotzt einige Tage mit feuchtem Schneefall, doch stets behält der Frühling die Oberhand.  Sieht man von den nördlichen Regionen und den Hochgebirgen ab, dann wird allerorts eifrig gesät, doch obliegt es der jahrelangen Erfahrung der Bauern, wie nahe sie sich an Auen und Flüsse heranwagen.  Manches beschauliche Bächlein schwillt binnen Stunden auf fünf- oder zehnfache Größe an, überschwemmt ganze Flusstäler und reißt die fruchtbarste, mühsam gelockerte Humusschicht mit sich.  Auch Reisende tun gut daran, Brücken und Furten zu prüfen, bevor sie sich an der Überquerung versuchen.
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Das Regenfest des [[Umandia|Wassergeistes]] stammt aus den südlichen Landstrichen. Während im Norden Wasser generell und über die Ufer tretende Flüsse mit Skepsis gesehen werden, garantieren allda die frühjährlichen Überschwemmungen das Überleben.  Mittels ausgeklügelter Kanäle und Dämme wird das Wasser in bestimmte Bereiche geleitet und aufgestaut, bis sich der Schlamm absetzt, auf dem Bohnen, Linsen, Hirse und Weizen gedeihen.  In größeren Städten wird das Wasser durch Verhaue aus Schilf und Reisig geleitet, um es zu säubern, bevor es in riesigen unterirdischen Zisternen gespeichert wird.  Diese Bauwerke, häufig Relikte der Vergangenheit, sind von unschätzbarem Wert für die Bevölkerung und legen Zeugnis ab von der Kunstfertigkeit der Baumeister alter Tage.
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Aus unbekannten Gründen wird [[Sylaphar]]s Wildsaat auch der ''Kuckuckstag'' genannt.  Wer an diesem Tag den markanten Ruf jenes Vogels hört, dem soll für zwei Wochen Glück beschieden sein.
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Bei all dem Wasser wundert es nicht, dass nun überall das Klappern der zurückgekehrten Störche zu hören ist.  Junge Frauen, die sich das erste eigene Kind wünschen, locken Meister Adebar mit Süßigkeiten an ihr Fensterbrett.  Steckt er den Kopf zum geöffneten Fenster herein, dann steht dem baligen Familienglück nichts mehr im Wege.
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Am letzten Tag des Regenfalls findet ein regionaler Brauch in den östlichen Provinzen, der es weder in die Festtage des [[Lichte Fünf|Lichten]], noch des [[Dunkle Fünf|Dunklen Glaubens]] geschafft hat. Die Rede ist von der Walpurgisnacht, zu der sich Hexen auf einem Tanzplatz treffen sollen, um düstere Rituale zu pflegen.  Fest steht nur, dass in der Nacht zum [[Oiletwei]] nicht alles mit rechten Dingen zugeht.  Meist beschränkt sich der Spuk darauf, dass laut gefeiert, getrunken und bis zum Sonnenaufgang um die Häuser gezogen wird.  Manche Nachtschwärmen treiben allerlei Schindluder mit fremden Besitztum, was von der Stadtwache jedoch streng geahndet wird.
  
 
== Feiertage ==
 
== Feiertage ==

Version vom 19. Januar 2021, 19:57 Uhr

Buchmalerei zum Korrons

Korrons ist der vierte Monat des Jahres.

Beschreibung

Sowohl der gemeinsprachliche Name Regenfall als auch das altsprachliche Launing passen vorzüglich zum Korrons. Ein letztes Mal bäumt sich der König Winter auf, trotzt einige Tage mit feuchtem Schneefall, doch stets behält der Frühling die Oberhand. Sieht man von den nördlichen Regionen und den Hochgebirgen ab, dann wird allerorts eifrig gesät, doch obliegt es der jahrelangen Erfahrung der Bauern, wie nahe sie sich an Auen und Flüsse heranwagen. Manches beschauliche Bächlein schwillt binnen Stunden auf fünf- oder zehnfache Größe an, überschwemmt ganze Flusstäler und reißt die fruchtbarste, mühsam gelockerte Humusschicht mit sich. Auch Reisende tun gut daran, Brücken und Furten zu prüfen, bevor sie sich an der Überquerung versuchen.

Das Regenfest des Wassergeistes stammt aus den südlichen Landstrichen. Während im Norden Wasser generell und über die Ufer tretende Flüsse mit Skepsis gesehen werden, garantieren allda die frühjährlichen Überschwemmungen das Überleben. Mittels ausgeklügelter Kanäle und Dämme wird das Wasser in bestimmte Bereiche geleitet und aufgestaut, bis sich der Schlamm absetzt, auf dem Bohnen, Linsen, Hirse und Weizen gedeihen. In größeren Städten wird das Wasser durch Verhaue aus Schilf und Reisig geleitet, um es zu säubern, bevor es in riesigen unterirdischen Zisternen gespeichert wird. Diese Bauwerke, häufig Relikte der Vergangenheit, sind von unschätzbarem Wert für die Bevölkerung und legen Zeugnis ab von der Kunstfertigkeit der Baumeister alter Tage.

Aus unbekannten Gründen wird Sylaphars Wildsaat auch der Kuckuckstag genannt. Wer an diesem Tag den markanten Ruf jenes Vogels hört, dem soll für zwei Wochen Glück beschieden sein.

Bei all dem Wasser wundert es nicht, dass nun überall das Klappern der zurückgekehrten Störche zu hören ist. Junge Frauen, die sich das erste eigene Kind wünschen, locken Meister Adebar mit Süßigkeiten an ihr Fensterbrett. Steckt er den Kopf zum geöffneten Fenster herein, dann steht dem baligen Familienglück nichts mehr im Wege.

Am letzten Tag des Regenfalls findet ein regionaler Brauch in den östlichen Provinzen, der es weder in die Festtage des Lichten, noch des Dunklen Glaubens geschafft hat. Die Rede ist von der Walpurgisnacht, zu der sich Hexen auf einem Tanzplatz treffen sollen, um düstere Rituale zu pflegen. Fest steht nur, dass in der Nacht zum Oiletwei nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Meist beschränkt sich der Spuk darauf, dass laut gefeiert, getrunken und bis zum Sonnenaufgang um die Häuser gezogen wird. Manche Nachtschwärmen treiben allerlei Schindluder mit fremden Besitztum, was von der Stadtwache jedoch streng geahndet wird.

Feiertage