Xzarrus' Knochenhand
Xzarrus' Knochenhand am 11. Melun ist kein Feiertag im eigentlichen Sinne, sondern ein Gedenktag an Tod und Vergänglichkeit.
Bräuche
Bei manchen Stämmen im Norden sagt man, dass heute all jene in Xzarrus' Reich eingehen, die bis zu jenem Tag begraben wurden. Das Eis verschließt nun endgültig den Boden. Lässt fortan jemand sein Leben, so kann die Leiche erst im Frühjahr bestattet werden, wenn die Erde wieder weich genug ist. Deshalb bleibt ihr Geist im Diesseits, wo er als gefangene Seele weiterhin sein Unwesen treibt.
Im Rest des Landes dient dieser Tag zur Erinnerung an verstorbene Freunde und Verwandte. Gebete werden gesprochen und Opfer dargebracht, die den Toten auf dem Weg zur Unterwelt helfen sollen. So kommt es, dass unzählige Schalen mit Nahrung, Getränken und Kleidung in den Tempeln abgegeben werden, welche die Priester an die Geister weiterreichen.
Nach Sonnenuntergang sollte man tunlichst im Hause bleiben. Die Geister der Ahnen sind in der Luft, sie drängen aus den Friedhöfen hervor und machen sich auf den langen Weg zur Unterwelt. Selbst wer ein Freund im Leben war, muss ab sofort nicht mehr freundlich gesonnen sein. Der Wunsch, die verstorbene Großmutter oder den gefallenen Kameraden wiederzusehen, wurde schon einigen zum Verhängnis.