Xzarrus
Xzarrus ist der Gott des Todes und einer der Dunklen Fünf.
Eigenschaften
Xzarrus ist der Gott des Todes, der Vergänglichkeit und der Zeit. Ebenso steht er für Ignoranz und Gefühlskälte, die sich fast alle seiner Jünger zu eigen gemacht haben. Seine Geschöpfe sind die Untoten, von schwachen Ghulen und Zombies bis hinauf zu Lichen, die sterblichen Magiern durchaus das Wasser reichen können.
Bekanntestes Symbol ist zweifelsohne Xzarrus' Knochenhand, die sich auf zahlreichen Grabsteinen in ganz Dagrun findet. Sogar ein Feiertag trägt diesen Namen und wird im Gedenken an die Toten des jeweiligen Jahres begangen. Manchmal findet man auch die Sanduhr oder das Rad der Zeit, die ebenfalls auf Xzarrus hindeuten. Die klassische Farbe des Totengottes ist Eisblau, was auch auf sein Element hinweist: Das Wasser, oder vielmehr das Eis.
Oft ist von Xzarrus' Reich die Rede. Es soll tief unter der Erde liegen, manche erzählen von Seen aus Lava, andere von ewiger Kälte. Einig ist man sich, dass Jimane, freier Geist der Vergänglichkeit, die Rolle der Botin zwischen Diesseits und Jenseits übernimmt. Nach dem Tode versammelt sie die Verstorbenen und geleitet sie hinüber in diese andere Welt, von der wir kaum mehr wissen, als dass sie existiert. Allein die Priester der Dunkelheit haben Einblick in die Knöcherne Verdammnis, eine Schriftrolle, die in vielen Psalmen von Xzarrus und seinem Reich berichtet.
Eine besondere Beziehung gibt es zwischen dem Totengott und den Nekromanten. Manch fähiger Totenbeschwörer bittet Xzarrus um Unterstützung und dient fortan als Werkzeug des Gottes auf Erden. Dabei wird ein Bund besiegelt, dessen genauer Inhalt nur dem Nekromanten selbst bekannt ist. Der überwiegende Teil der Totenbeschwörer steht jedoch nicht mit Xzarrus im Bunde, sondern ist ihm vielmehr ein Dorn im Auge. Schließlich schmälert jedes wiederbelebte Skelett die untoten Legionen. Doch niemand entkommt dem Totengott für alle Ewigkeit, und als Herr der Zeit weiß er nur zu gut, dass er ohnehin bekommen wird, wonach es ihm verlangt.
Dass man dem Tode nicht entfliehen kann, ist auch den Sterblichen bewusst. Und während manche das Ende fürchten und sich ans Leben klammern, so gibt es auch andere. Vor allem nach langer Krankheit verliert Xzarrus seinen Schrecken für die Leidenden, und so kann er nicht nur Sinnbild der Kälte und Gleichgültigkeit sein, sondern schließlich auch das Zeichen der Erlösung.
Feiertage
Im Laufe eines Jahres ist Xzarrus ein Feiertag gewidmet:
- Xzarrus' Knochenhand am 11. Melun
Xzarrus als neutraler Gott
In seiner Funktion als Totengott wird Xzarrus nicht nur von Anhängern der Dunklen Fünf angebetet. Er gilt als der, vor dessen Thron alle gleich sind. Belege dafür finden sich zuhauf in der Literatur, zum Beispiel im Totenlied, das bei Begräbnissen der Menschen gesungen wird:
Der Tod macht alle Völker gleich:
Vergeht die Pracht, verwest die Leich'.
Ob schöne Dame, ob reicher Herr,
verblasst der Name, die Augen leer;
ob eitler Spott, ob spitzer Pfeil,
dem Eisgott ist kein Handel feil.
Auch die Obscura Philosophia erwähnt dies in ihrem Psalm über die Arroganz:
Übermäßige Eitelkeit kann der Pfad zur Arroganz sein, welche Unachtsamkeit und Mißbilligung anderer Wesen hervorruft. Man sollte nicht nur seinem Ego folgen, nur wenn der Selbstschutz es verlangt. Denn verrucht sind die, die über den anderen zu stehen meinen. Was ist man besseres als der andere? Nur weil Aussehen oder Wissen einem eigen ist, welches anderen nicht zu Teil? Seid gewiß, so manche die Ihr belächelt wissen Dinge über die Ihr staunen würdet.
Im Tode gleich. Nur Futter für die Würmer.
Der dritte Psalm der Knöchernen Verdammnis zeichnet ein düsteres Bild vom Handeln des Totengottes:
3. Niemand ist vor dem Zorne des Totengottes sicher. Willkürlich nimmt er sich, schneidet den Lebensfaden nicht glatt entzwei, sondern reißt, zerfleischt und vernichtet. Enzociar ist die Göttin der Folter, doch er ist ihr in vielen Belangen ebenbürtig.
Xzarrus, Schmerzensfürst