Lumetis teilt die Zeit

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Das Lied Lumetis teilt die Zeit ist so alt wie die Welten selbst. Sein ursprünglicher Verfasser ist unbekannt und man vermutet, dass es bereits in frühen Zeiten mehrfach überarbeitet und ergänzt wurde. Anspielungen auf die Geschichte finden sich weiland auf gebrannten Tontäfelchen, die in gormischen Griffelrunen beschrieben wurden und von Historikern auf auf das ZLS datiert werden. Zeitgenössische Kommentare lassen erkennen, dass die Menschen schon damals, als ihre Städte und Reiche ungedacht waren, diese Strophen als Überlieferungen ihrer Altvorderen betrachteten.

Inhalt

Der Text erzählt die Schaffung der drei Monde durch Lumetis, den freien Geist der Ordnung, des Schutzes und der Tyrannei. Es gehört somit lose zum Schöpfungsmythos, der je nach Region, Volkszugehörigkeit und Religion unterschiedlich überliefert wird.

Bedeutung

Während dem Lied aus astronomischer und religiöser Sicht wenig Bedeutung beigemessen wird, erlaubt es einen Einblick in die Sichtweise der frühen Menschen. Darüber hinaus ist es für Sprach- und Literaturforscher hochinteressant, sintemal es eine der besterhaltensten gormischen Textproben mit dagrunischer Übersetzung bietet und maßgeblich zum Verständnis des Gormischen beigetragen hat.

Dagrunischer Volltext

Hier wird eine dagrunische Neuübersetzung aus 5 JRM angegeben, die in Fachkreisen hochgeschätzt wird. Zwar bietet sie keine wörtliche Übersetzung, dafür fasst sie die formelhaften Sprachbilder der alten Zeit in ihre gegenwärtigen Entsprechungen, und folgt dabei dem archaischen Stabreim des Originals.


Lumetis teilt die Zeit
Einst geboten die Geister, eh Götter ruchbar geworden,
allda war weder Land, noch Licht, noch Leben.
Zäh floss die Zeit, die Unzerteilte,
kein Richter rechtet den Raum.
Nicht Nacht noch Tag kannte das Nirgendmeer
das stille Gestade hinter den Sternen.
Lumetis sann, die Leere zu lichten,
zu erzwingen Zahl und Zeit.
Formte mächtige Monde aus drei Maltern Meeres,
eine silberne Sichel aus Umandias Sintflut.
Gen Abend erscheint sie, gen Morgen enteilt sie,
nennt den Namen der Nacht.
Den Blassroten benetzte sie mit beseeltem Blute,
im Wolfsmond wallt des wilden Hryuran Wut.
Zwölfmal zergliedert er den Jahreszyklus
ein Mond die Monde zu messen.
Zuletzt schuf sie den Schwarzmond, Jimanes Schatten.
Sein Votiv ist verborgen, vom Veitstanz verbrämt.
Keine Zeit bannt ihn, keine Bahn zwingt ihn,
Seidensam spinnt er das Schicksal.
Der Monde Schöpfung ist somit älter denn Scerals Sonne,
obsiegt vom Adamantgeist ward der Oberste der Ordnung.
Lange vor den Lichtgöttern, sam Ley in der Brandung,
zwang Lumetis das Chaos in Zaum.

Gormisches Original

Das gormische Original hört auf den Titel Lumetis lumak lyqartut, was wörtlich Lumetis (zer-)teilt die Zeit bedeutet. Die erste Strophe lautet im Original wie folgt:

Fara Adumdau tyramtyk, en Tanryku tusha-xuryk,
do ishtari il-xurot, il het-yhu, il adamda-yhu.
Lumak manemo qor, yo il-lyqartut kur,
Il Sharku Tenrik Ishtari-yhu sharkut.