Dagrun

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Dagrun ist der Name einer weitläufigen Region und bezeichnet zugleich das frühere Königreich Dagrun, das weit über die Grenzen der eigentlichen Region hinausreichte und mittlerweile im Dagrunischen Bund aufgegangen ist.

Geschichte

Die Legende will, dass Levonar zuerst das Volk der Zwerge schuf. Sie waren das erste der Freien Völker, doch zogen sie sich nach der Ankunft der übrigen Völker zurück und blieben lieber für sich. Zwerge sind eine seltene Erscheinung in Dagrun: Mächtige Kämpfer, kunstfertige Handwerker, doch brummig, eigenbrötlerisch und nur in den seltensten Fällen bereit, sich mit den Vertretern anderer Völker abzugeben.

Das zweite Volk waren die Menschen von Gorm. Sie siedelten sich im Zentrum Dagruns an, wo sie als Viehhirten und Nomaden lebten, bis Levonar sie den Ackerbau lehrte. Doch sie waren den Göttern nicht ähnlich. Sie lebten zu kurz und lernten zu langsam, um Weisheit zu erlangen, bis Neriel an ihnen verzweifelte und Levonar die Elfen schuf.

Die Elfen waren schnell darin, die Menschen zu unterjochen. Sie eroberten den Berg Gorm, der den Menschen als Kultstätte und Zentrum diente und regierten von dort aus über die Menschen. Die Ära der Elfen dauerte 2831 Jahre, solange jedenfalls reicht die elfische Zeitrechnung (EZR).

Die Menschen von Gorm stürzten die elfische Tyrannei und vertrieben ihre Herren. Neriel unterstützte die Geschöpfe, die ihr ans Herz gewachsen waren, Syrthan jedoch erkannte ebenso seine Gelegenheit und schaffte es, einen Teil der Elfen mit Jimanes Hilfe in den hohen Norden zu locken. Die Menschen glaubten, dass dort die Pforte zu Xzarrus' eisiger Unterwelt begänne und ließen von der Verfolgung ab. Tatsächlich stieg Syrthans Stamm dort in die Tiefe hinab und die Legende erzählt, dass nur wenige dem Reich des Totengottes entronnen sind. Während Neriels Stamm heute schlichtweg als "Elfen" bezeichnet wird", nennt sich Syrthans Stamm Tiefelfen oder Surdari', von (sur = unter, dar = Heim). Nur wenige verstreute Gruppen von Tiefelfen leben noch, sie ziehen als Nomaden durch die eisigen Steppen des Nordens und ringen noch immer mit den Einflüsterungen, mit denen die dunklen Götter ihren Geist verwirrten.

Mit dem Aufstand von Gorm begann die sogenannte erste Ära. Während Neriels Elfenstamm in Fuindur ein neues Elfenreich errichtete und fortan einen Mittelweg zwischen Natur und Kultur suchte, gingen die Menschen von Gorm unter Regor I. Malkin und seiner Tochter Tarquina Malkin zum Ackerbau und zur Gründung befestigter Ortschaften über. Tarquina Malkins Schützling, ein Spross aus der Familie ihres Bruders, wurde der nächste König auf dem Thron. Er war zugleich der erste, durch dessen Adern nicht rein gormisches Blut floss, denn seine Mutter stammte aus dem jüngeren Menschengeschlecht der Dagruner, die schon damals das riesige Astulin gegründet hatten.

Nach dessen Vorbild begann Halricht, der als König den Namen Regor II. Malkin annahm, Stadt und Land weiterzuentwickeln. Er ging Bündnisse mit seinem östlichen Nachbarn, der Hafenstadt und Metropole Astulin ein, förderte den Handel und die Baukunst. Immer mehr Dagruner besiedelten das Land, auch Regor II. Frau war Dagrunerin und ihr Sohn Estarion somit schon zu drei Vierteln. Die Menschen von Gorm wurden zunehmend als die alten Menschen bezeichnet, denn sie wirkten mit ihrem Glauben an die Freien Geister, ihren groben Sitten und Manieren wie Relikte einer vergangenen Zeit.

Estarion Malkin trieb die Arbeit seines Vaters weiter, jedoch weniger in wirtschaftlicher als vielmehr künstlerischer Richtung. Die Periode der dagrunische Klassik begann, der Regierungssitz wurde von Gorm ins neu erbaute Elminster verlegt, der Glaube an Licht und Dunkelheit verdrängte entgültig die Anbetung der Freien Geister. Die beginnenden Elfenkriege trieben das dagrunische Reich zum ersten Mal an den Rande seiner Existenz, machten Elminster dem Erdboden gleich und erschütterten die Menschen im Glauben an ihre Überlegenheit.

Tarhelion Malkin, Bastard Estarions und einer Mätresse, lenkte des Augenmerk wieder auf die schlichten, aber wehrhaften Vorzüge Gorms. Die Zeit ließ sich nicht zurückdrehen, doch Krankheit und Siechtum kam über das Land, verheerte die Elfennation Fuindur ebenso wie die dagrunische Metropole Astulin. Ein einfacher, bodenständiger König war gefragt in einer Zeit, in der das drohende Unheil als Strafe der Götter für jahrzehntelange Zügellosigkeit galt. Zum Ende seines Lebens versank Tarhelion jedoch in Tatenlosigkeit, seine Berater erlangen immer mehr Einfluss und bekämpften sich in den Bruderkriegen schließlich gegenseitig.

Ob Donkar Malkin tatsächlich ein leiblicher Sohn Tarhelions ist, darf aus heutiger Sicht bezweifelt werden. Doch er beendete die Bruderkriege und läutete die zweite Ära ein. Fortan wurde die Zeit nicht mehr "nach dem Aufstand von Gorm" sondern "nach den Bruderkriegen" gezählt. Als Donkars Macht mehr und mehr zu schwinden drohte, rangen ihm seine Vasallen immer mehr Zugeständnisse ab. Heute regiert er nur mehr das Herzland unter dem alten Namen "Dagrunisches Reich", während die umliegenden Regionen zum lose miteinander verknüpften "Dagrunischen Bund" gehören.

Geographie

Die Region Dagrun entspricht weitgehend dem sogenannten Herzland des Königreiches Dagrun.