Tempel des Lichts (Astulin)

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Der Tempel des Lichts liegt auf einer Flussinsel in der Metropole Astulin. Er ist den Lichten Fünf geweiht.

Architektur

Obgleich größer und prächtiger als die meisten anderen Tempel kann der Tempel des Lichts als Vorbild für eine ganze Reihe von Sakralbauten betrachtet werden, die den lichten Fünf geweiht sind, ohne einen Gott speziell in den Vordergrund zu stellen. Der sechseckige Grundriss stellt Vermesser und Konstrukteure vor Probleme, wirkt jedoch harmonisch und bietet ausreichend Raum für fünf Altäre. Die sechste Seite dient als Eingang. Häufig schließen sich an dieser Seite ein Turm oder Nebengebäude an.

Die dunklen Granitblöcke, aus denen der Tempel des Lichts errichtet wurde, sind für Astulin außergewöhnlich. Da es am großen Fluss zahlreiche Tongruben gibt, wurden die meisten Gebäude der Altstadt aus roten Klinkerziegeln errichtet.

Bleiglasfenster

Der Tempel ist weithin für seine prächtigen Bleiglasfenster bekannt. Sie werden in der Reihenfolge beschreiben, in der sie ein Besucher sieht, der vom Eingang aus im Uhrzeigersinn um den Tempel schreitet. Jedes Fenster zeigt die stilisierte Darstellung einer Gottheit, dazu die entsprechenden Symbole und Farben sowie einen Schriftzug mit dem Namen des Gottes oder der Göttin in Gormischer Unziale.

Welch' erhabenen Eindruck muss der Tempel auf den ahnungslosen Besucher machen, der durch die mächtigen Tore tritt! Der nur sein kleines Dorf kannte, eine kärgliche Ansammlung windschiefer Hütten, deren zugige Fenster im Sommer gerade einmal Löcher in der Wand sind, während sie im Winter mit Holzbrettern verrammelt und mit Werg und Heu ausgestopft werden. Der einzige trockene Platz eine Kochstelle, die es nie schafft, Schimmel und Pilze aus dem feuchten Mauerwerk zu vertreiben.

Zehnmal höher als seine Hütte ist dieser Tempel, hundertmal größer, tausendmal prächtiger! Das einzig Durchsichtige, das er bislang kannte, war sauberes Wasser in einer Schale. Plötzlich findet er sich in dieser riesigen, lichtdurchfluteten Halle wieder. Das Tor schließt sich, der Lärm der Straßen verstummt. Die Eingangshalle war dunkel, doch im Mittelschiff des Tempels ist es so hell wie auf einer sommerlichen Waldlichtung. Blinzelnd gewöhnen sich seine Augen an das Licht. Die übermannshohen, bunten Glasfenster glühen in der Sonne, erst langsam erkennt er einzelne Formen und nimmt die Bilder wahr. Die Augen der Götter funkeln, ihre Figuren scheinen sich zu bewegen wenn Licht und Schatten mit ihnen spielen.

Welch' Prunk, welch' Pracht, welch' Reichtum, welch' Kunstfertigkeit! Wer sind die Handwerker, die dies' Werk vollbrachten? Wer die Priester, denen die Gnade zuteil wurde, tagein, tagaus in diesem Tempel beten und predigen zu dürfen? Wie unendlich viel prächtiger müssen die Götter in Wahrheit sein, da sie von denen, die an diesem paradiesischen Orte leben und arbeiten, noch gelobt und gepriesen werden?

Welch' Ehre für den Gläubigen, dem Lichte zu dienen; welch' edle Âventiure, den Ruhm der Alten Ordnung zu mehren!

- Tarer Falassion, Gelehrter und Chronist

Gavz Dorl

Gavz Dorl

Gavz Dorl, der Gott der Händler und Diebe, wird als gnomisches Geschwisterpaar dargestellt. Der Ursprung dieser wenig bekannten Interpretation ist unklar, jedoch tritt der männliche Gnom immer als Händler und die weibliche Gnomin immer als Diebin in Erscheinung. Der Hintergrund ist in Ocker gehalten, der Farbe des Gottes; ein Goldberg dient als Symbol der Gottheit und erstrahlt über dem Bild.

Der aufmerksame Beobachter bemerkt die G-Rune auf den beiden Goldsäcken im Vordergrund. Der Anfangsbuchstabe des Gottes wird, um zwei Querstriche ergänzt, als Symbol für die offizielle Währung des Landes verwendet: Gold.


Metarian

Metarian

Der Kriegsgott Metarian wird in strahlender Rüstung dargestellt, die vor dem düsteren Feuer des Krieges besonders hell erstrahlt. Trotz seiner Darstellung als Halbelf trägt er volle Plattenrüstung und eine Hellebarde, die Lieblingswaffe der Kriegskinder. Flankiert wird er von zwei in Stein gemeißelten Löwenköpfen, ein weiterer Ausdruck für das Heldentum und ein beliebtes Motiv für Kriegergilden und Ritterorden.

Wenn Sonnenlicht durch die Scheibe funkelt, scheint der Schriftzug mit seinem Namen in Flammen aufzugehen.


Sceral

Sceral

Sceral ist der Anführer der Lichten Fünf, so verwundert es nicht, dass sein Fenster größer und prächtiger ist als die der anderen Götter. Eine kunstvolle Rosette, in deren Zentrum das Licht in Form einer Sonne erstrahlt, nimmt den oberen Teil ein. Im Zentrum schwebt der Göttervater über dem Land, seine Waage steht symbolisch für die Rechtsprechung, seinen Schild hält er schützend über die Städte. Sceral selbst ist als Mensch dargestellt, der seine Schützlinge behütet, während sie Zivilisation und Ordnung im Land errichten.

Im linken Seitenfenster sind die Symbole Metarians und Gavz Dorls, Waffen und Goldberg, abgebildet. Das rechte Seitenfenster zeigt Neriels Schriftrolle und Levonars Baum. Jedes Seitenfenster zieren Ranken der goldenen Wildrose, die ob ihrer Blütenfarbe im Volksmund Sceralsrose genannt wird.

Im unteren Teil des Fensters werden Scerals Insignien, Waage und Schild, wiederholt. Sie sind die Sinnbilder von Gerechtigkeit und Schutz, die gemeinhein als Alte Ordnung zusammengefasst werden. Dazwischen liest man Scerals Schriftzug.

Das Fenster beginnt drei Schritt über dem Boden, es misst drei Schritt in der Breite und etwa sechs Schritt in der Höhe, ein wahrhaft imposanter Anblick.


Neriel

Neriel

Die Göttin der Luft, Neriel, scheint vor ihrem indigoblauen Hintergrund förmlich in der Luft zu schweben. Als Göttin der Wissenschaft studiert sie eine Schriftrolle, mehrere Bücher türmen sich zu ihren Füßen auf. Eigentlich ist die Schriftrolle Neriels Symbol, hier jedoch wurde sie mit einem weißen Vogel dargestellt. Die Gelehrten diskutieren, ob der Künstler sich nur scheute, die bereits dargestellte Schriftrolle im Zentrum zu wiederholen oder ob er damit einen tieferen Sinn verfolgte. Der Vogel könnte auf Neriels Element, die Luft, anspielen. Obgleich die Silhouette etwas abweicht, könnte es sich beim Vogel um eine Taube handeln, die als Symbol für Gewaltlosigkeit und Frieden steht. Auch die ungewöhnliche Form des Stuhls gibt Rätsel auf: Wurde die Form, ein großes N, zufällig gewählt, oder wurde der Anfangsbuchstabe der Göttin bewusst gewählt?

Fest steht, dass Neriel als rothaarige Elfe im leichten Sommerkleid und mit Hut dargestellt wird. Die Haarfarbe ist für Elfen ebenso außergewöhnlich wie die Kleidungswahl. Sollte dies auf Neriels "entrücktes" Wesen hindeuten?


Levonar

Levonar

Der Ring wird von Levonar beschlossen, der zwergischen Göttin des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Liebe. Flankiert von Garbe und Füllhorn bietet sie dem Besucher einen Apfel an, mit blondem Haar und kirschroten Lippen ist sie die Schönheit selbst. Der laubgrüne Hintergrund ist zugleich die Farbe des Lebens und der Göttin. Ihr Symbol, ein kräftiger Laubbaum, rundet das Bild ab.