Astulin

  1. Die Stadt
  2. Palast des Präfekten
  3. Hermetische Akademie
  4. Hafenviertel
  5. Kapelle des knöchernen Todes

Astulin ist eine Stadt, die im Osten Dunladans auf den fiktiven Koordinaten 205:60 liegt. Sie hat einen rein rollenspieltechnischen Hintergrund und keinen Bezug zur Spielengine.

Die Stadt

Astulin ist die Stadt des Herbstes. Zum quadratischen Palast des Präfekten im Zentrum führen zwei senkrecht zueinander verlaufende Straßen, deren Seiten von großen Buchen und Eichen gesäumt werden. Fast das ganze Jahr über rascheln goldene Blätter im Wind, zusammen mit den roten oder braunen Backsteinhäusern tauchen sie die Stadt in einen warmen Farbton. Am Fluss befindet sich ein kleines Dock, das von einem Wachturm am Ende des künstlich aufgeschütteten Kais bewacht wird. Des Weiteren ist die Kapelle des knöchernen Todes auf einem Hügel südlich Astulins erwähnenswert, in der offen die Anbetung Xzarrus' praktiziert wird.

Unzählige rote Klinkerziegel, deren von Weinreben überwachsenes Muster hoch in den Himmel ragt, formen die breiten Steinhäuser der Altstadt Astulins; eine dicke, relativ flache Mauer zieht sich kreisrund um den inneren Kern und bildet den Schutzwall der Metropole. Das weltliche und geistige Zentrum der östlichen Tiefebenen, das sich zu beiden Seiten des Mardisufers erstreckt, ist das Tor zur kalten Einöde. Als Stadt der Kaufleute und Händler genießt Astulin den Ruf einer blühenden Oase in der weitgehend unzivilisierten Wildnis, die faktisch gleich nach den Stadttoren beginnt.

Palast des Präfekten

Der Regierungssitz liegt im zentralen Park, den eine mannshohe Mauer vom Rest der Stadt trennt. Er ist aus unzähligen schlanken Rundtürmen erbaut, die wie willkürlich aneinandergeklebt erscheinen und allesamt verschieden hoch sind. Sie sind von reich verzierten, farbigen Zwiebelhauben gekrönt, so dass das weltliche Zentrum einer Kathedrale gleicht. Neben der Administration des Stadtstaates befindet sich hier auch die militärische Führung. Die nur zwanzigköpfige zwergische Leibgarde trägt den Namen der Stadt ebenso in die Welt wie der rege Handel.

Hermetische Akademie

Das Wahrzeichen der Stadt allerdings ist der riesige Rundturm der hermetischen Akademie. In ihm finden sich zahlreiche Schriftstücke, Versuchsobjekte und Apparaturen, welche allesamt dem Sektor der Alchemie zuzurechnen sind. Das spitze Dach lässt den Turm noch einmal höher erscheinen, es ist auch für die Befestigungsanlagen charakteristisch. Wie in einer Bibliothek reihen sich Regale an den Wänden, doch sind statt der Bücher vor allem körnige Substanzen und Pulver in kleinen Kästchen geordnet und sorgfältig katalogisiert. In einem anderen Stockwerk befinden sich Regale mit Halterungen; dunkle und helle, trübe, transparente und fluoreszierende Essenzen werden in Glaskolben aufbewahrt, um bei Bedarf sofort zur Verfügung zu stehen. Das oberste Stockwerk schließlich wird fast zur Gänze von einer einzigen Apparatur eingenommen, die zwar sehr komplex erscheint, im Wesentlichen jedoch wenig mehr als ein großer Destillationsapparat ist, der direkt in eine Retorte mündet, um die Stofftrennung noch einmal zu intensivieren. Ein großer Athanor gegenüber der Treppe wird von hölzernen Tischen und einer Anrichte gesäumt, auf der Mörser und Stößel stehen. Das Dreibein im Kamin, welches zur Calcination dient, rundet das Bild der Alchemistenstube ab; Bücher und Notizzettel sind im ganzen Raum verstreut, ein Totenkopf und ein Silberdolch hauchen dem Turm eine mystische Aura ein.

Hafenviertel

Der Sitz der königlichen Handelsgesellschaft befindet sich in einem gutbürgerlichen Haus am Hafen. Lagerhäuser und Kornkammern machen das Viertel hinter dem Handelshaus aus und füllen die Kassen der Stadt. Da in Dunladan verhältnismäßig wenig Ackerbau betrieben wird, importiert der König das Getreide aus den Ostländern. Per Schiff wird es nach Astulin gebracht, hier eingelagert und dann mit Hilfe von Karawanen nach Eleorath transportiert. Doch nicht nur Getreide, sondern auch andere Waren, deren Herstellung der königlichen Handelsgesellschaft vorbehalten ist, werden hier umgeschlagen. So verlassen oftmals stark bewachte Trecks mit Handwerksmaterialien die Stadt, und ab und zu spricht man sogar davon, dass eine Kutsche Kisten geladen hat, deren wertvoller Inhalt direkt aus den königlichen Edelsteinminen stammt.

Kapelle des knöchernen Todes

Auf einem spärlich von Bäumen bewachsenen Hügel im Süden der Stadt erhebt sich die Kapelle des knöchernen Todes. Das kreisrunde Erdgeschoss, dessen Außenwand von vierundzwanzig Säulen mit einfachem Kapitel unterbrochen wird, misst in der Höhe ungefähr fünf Schritt. Die Säulen gehen nach oben in Rundbögen über, die mit der Mauer verschmelzen, zwischen je zwei von ihnen befindet sich ein hohes, schmales Fenster. Die Mauer des ersten Stocks ist etwas zurückgesetzt, so dass eine Galerie rund um die Kapelle führt, die von einem Zinnenwall eingefasst wird. Auf diesem steht über jedem Fenster eine steinerne Statue. Krieger, Magier und Gelehrte reihen sich rund um die Kapelle auf, sie alle tragen Symbole der Neuen Ordnung. Wandert der Blick noch höher, so fällt die relativ flache Kuppel aus ebensolchem Stein auf. In ihrer Mitte ist ein Dorn aus Adamant angebracht, der bei Sonnenschein weit über die Ebene hinaus glänzt.

Der Innenraum ist verhältnismäßig kahl, die hintere Hälfte fast komplett leer, als wäre nach dem Bau die Einrichtung vergessen worden. Die vordere Hälfte befindet sich auf einer erhöhten Stufe und wird durch ein einfaches Holzgeländer vom Rest der Kapelle getrennt. Den spartanisch anmutenden Altarraum dominiert ein schwarzer Marmorquader, auf dessen mehr als faustdicken Platte zwei fünfarmige Kerzenständer und eine metallene Knochenhand stehen.

Heute in Evergore:

Werarn, 7. Korrons im Jahre 775

Kommende Feiertage: