Alkazaba noc Draco

  1. Geographie und Umland
  2. Die Stadt
  3. Geschichte
  4. Politik
  5. Kultur
  6. Fall der Drachenstadt

Alkazaba noc Draco war eine größere Jägerstadt im westlichen Herzland. Sie war Austragungsort der weltbekannten Drachenhatz, eines Turniers, bei dem wackere Streiter sich geschuppten Bestien entgegenstellten und sich im Kampfe um Ruhm und Ehre gegenseitig zu übertrumpfen suchten. Doch steckte noch viel mehr hinter den trutzigen Mauern...

Geographie und Umland

Alkazaba noc Draco

Das charakteristische Merkmal des westlichen Herzlandes sind die sanften Hügel, welche meist von Wiesen oder kleineren Wäldern bewachsen sind. Auch Alkazaba noc Draco lag auf einem derartigen Hügel, rundherum senkte sich das Land ab und gewährte so neben einer guten Aussicht auch eine exzellente Verteidigungsposition. Eine Besonderheit sind die bis zu zweimal mannshohen Menhire, die sich auch lange nach dem Ende der Stadt nicht den Wirren der Gezeiten beugten und früher fest in die Wehranlagen integriert waren. Einige dieser Steine standen aber auch vor der Mauer, und einen davon konnte man sogar vor der Taverne im Stadtzentrum bewundern.

Im Westen sah man von der Stadtmauer aus das Drachengebirge, jener für seine feuerspeienden Bestien bekannte Ort. Nördlich der Festungsmauern begann am Fuße des Hügels ein heiliger Hain, der vor einiger Zeit vom Tribunal entweiht wurde. Die Schänder des Landes wurden jedoch vertrieben, danach gehörten die leerstehenden Gebäude der Garde Dunkelzahns, welche sie der Bibliothek der Neuen Ordnung unter dem Namen Dalahad als Lagerraum zur Verfügung gestellt hatte. Mittlerweile werden sie nur noch selten genutzt und stehen unter der Obhut des dunklen Turms.

Die Stadt

Von Weitem sah man nur einige Dächer über die flache, aber umso breitere Stadtmauer ragen. Da Alkazaba noc Draco auf einem Hügel lag, auf dem sich mehrere Menhire befanden, wurden diese fest in Stadtmauer integriert. Der Wall war selbst an seiner schwächsten Stelle zwei Schritt breit, eine kleinere Schutzmauer säumte beide Seiten des Wehrganges, welche – im Gegensatz zu den meisten anderen Städten – nicht von Zinnen gekrönt waren. Ebenfalls eine Besonderheit war der Turm am westlichen Ende der Stadt; er war der einzige seiner Art im ganzen Wall und diente weniger der Verteidigung, als vielmehr der Aussicht. Der bronzene Gong an seiner Spitze war bei Gefahr in der ganzen Stadt zu hören, und weit schallte das Alarmsignal über die Ebenen, wenn die Streiter der Drachenstadt zur Brustwehr eilten.

Der einzige offizielle Zugang zur Stadt lag im Osten; die Straße von Baldoran führte durch ein massives Tor aus Eichenholz, – es war direkt in die Wand eingelassen und besaß kein Torhaus – schlängelte sich dann durch die Häuserviertel am Stadtrand und führte direkt zum zentralen Platz. Am Stadtrand dominierten einstöckige Steinhäuser mit relativ flachen Holzdächern die Szenerie, die Hauptstraße verengte sich zunehmend zwischen den unplanmäßig angelegten Bauten. Schmale Gassen zweigten nach links und rechts ab, im Halbdunkel der breiten Dachvorsprünge wirkten sie fast wie Schluchten, aus denen die Dunkelheit selbst am Mittag nicht vollständig wich.

Zur Mitte hin wurden die Häuser größer und wohlhabender, die geschwärzten oder moosbewachsenen Steine verschwanden hier unter sauberen Holzvertäfelungen. Manche Bauten waren sogar zweistöckig, hatten verzierte Pforten oder einen kleinen Balkon am oberen Stockwerk. Hier wohnten die langjährigen Mitglieder der Garde, der Akademie oder ihrer Gäste; doch trotz der sauberen Gebäude fehlte der Stadt etwas. Pflanzen waren Mangelware in Alkazaba noc Draco; einzelne hängen Blumenkästen vor den Fenstern oder auf den Balkonen, doch ebenerdig wurde jeder Raum benötigt. Die Wege, von denen nur die breiteren mit Feldsteinen befestigt waren, – die schmalen Gassen bestanden nur aus gestampfter Erde – ließen keinen Bewuchs zu, und die Augen von so manchen Elfen sehnten sich nach einigen Tagen in der Stadt schmerzlich nach der Idylle, die noch vor den Stadttoren herrschte. Aber Menschen, Zwerge und Gnome fühlten sich hier wohl, und auch die Söhne und Töchter des Elfenvolkes konnten sich einleben.

Trat man nach der Reise durch die Häuserschluchten schließlich auf den zentralen Marktplatz hinaus, so war es, als wäre die Welt verwandelt worden. Fast kreisrund gruppierten sich zwei- bis dreistöckige Prunkbauten aus Holz – das Gerüst aus Stein war kunstvoll vertäfelt worden – um den zentralen Platz. Hier fand man die Verwaltungsgebäude, Marktplatz und Auktionshaus, aber auch die kulturellen Einrichtungen: Gleich neben der Taverne "Zur schwarzen Schuppe" war anstatt eines Hauses eine hölzerne Palisade zu sehen, hinter der sich der Duellplatz verbarg, davor hatte ein Händler seine Zelte aufgeschlagen und bot Waren an, während im dahinter liegendem Auktionshaus gerissene Feilscher die Versteigerungen in der Königsstadt mitverfolgten.

Geschichte

Als Bündnis gegen die Unterdrückung sowohl von dunkler, als auch von lichter Seite, hatte Tyr vor einer Dekade Dunkelzahns Garde gegründet. Diese Gemeinschaft, die unter den Schwingen eines Drachens kämpft, hatte im Jahre 750 nach den Bruderkriegen die Stadt Alkazaba noc Draco errichtet. Die relativ junge Ansiedlung wurde schon bald zu einem florierenden Zentrum des lokalen Handels, erlangte binnen kürzester Zeit das Stadtrecht und zählte sich mehrere Jahre lang zu den größten Städten des Landes.

Politik

Dunkelzahns Garde war wohl "die neutralste Gilde der Welt", wie sie einst von einem namenlosen Dichter genannt wurde. So stand Alkazaba jedem Wesen offen, ob es nun dunklen Mächten diente oder die Manifestationen des Lichts verehrte, war belanglos, so lange es sich nicht mit den Stadtwachen anlegte.

Als neutrale Gilde besaß die Garde Dunkelzahns keine Bündnispartner. Jedoch konnte sie sich im Kriegsfall auf mehrere treue Gilden verlassen, die ihr auch unaufgefordert zur Seite standen. Ebenfalls in Alkazaba beheimatet war die Akademie des Drachenkampfes, die schon damals als eigene Gilde galt. Sie und die Bibliothek waren die Stadträte der Drachenstadt.

Kultur

Die Bewohner Alkazaba noc Dracos jagten mit den Gilden Ragnarök, Aaskereia und Die schützende Hand auf 74:92. Jeder friedliche Jäger war willkommen, zahlreiche Jagdgruppen boten auch für Gäste genügend Platz.

Einen Höhepunkt bildete die Drachenhatz, ein Ereignis, das Jäger aus ganz Dunladan anzog. Für eine Woche wurde der Stadthügel von zahlreichen bunten Zelten gesäumt, Lagerleben und Märkte hielten Einzug in der Stadt, doch war das bei Weitem nicht alles. Kämpfer in schillernden Rüstungen, mächtige Magier in prunkvollen Roben, stille Elfen und stolze Krieger marschierten über die Felder in Richtung Westen, um sich vor dem Drachengebirge zu versammeln. Dort übernahm Greifax, das Oberhaupt der Akademie des Drachenkampfes, die Leitung und führte die zahlreichen Jäger in die größte Schlacht gegen das schuppige Gewürm, die Dunladan je gesehen hatte.

Auch die Schlacht der Acht fand schon in der Jägerstadt statt, hier konnte die Garde Dunkelzahns den dritten von sechs Plätzen für sich verbuchen.

Fall der Drachenstadt

Es war im Jahre 758 nach den Bruderkriegen, da Tyr, der Stadtherr, alle Gardisten, Gäste und alle anderen Wesen aus der Stadt schickte. Im Vertrauen auf den Gildenleiter gehorchten sie und wurden alsbald Zeuge des erbittertsten Kampfes, der wohl je in Dunladan stattgefunden hatte. Herarux, der Chaosdrache und Dunkelzahn, geschuppter Vertreter des Lichtes, lieferten sich ihre letzte Schlacht inmitten der Stadtmauern. Ganz Alkazaba noc Draco sowie der Gildenleiter und ein mysteriöser Fremder, den mehrere Augenzeugen kurz vor dem Kampfe gesehen haben wollen, gingen dabei zugrunde – die genauen Umstände sind nicht bekannt. Ravenna Rabenstolz soll allerdings die damaligen Ereignisse notiert haben.

Heute in Evergore:

Werarn, 7. Korrons im Jahre 775

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